8 Dinge, die Oktopusse können – und die viele Menschen nicht erwarten würden
Oktopusse gehören zu den intelligentesten und ungewöhnlichsten Tieren der Erde.
Viele ihrer Fähigkeiten wirken fast unrealistisch – und doch sind sie wissenschaftlich gut dokumentiert.
Hier sind acht Beispiele, die zeigen, warum Oktopusse selbst erfahrene Forscher immer wieder überraschen.
1. Oktopusse können Schraubgläser öffnen
In Experimenten und Aquarien wurden Oktopusse dabei beobachtet, wie sie:
Schraubdeckel aufdrehen
Behälter öffnen
und gezielt an versteckte Nahrung gelangen
Das erfordert:
Problemlösung
Feinmotorik
und teilweise Lernen durch Erfahrung
Besonders bemerkenswert: Einige Tiere verbessern ihre Strategie mit der Zeit.
2. Sie benutzen Werkzeuge
Lange dachte man, Werkzeuggebrauch sei vor allem Primaten oder Krähen vorbehalten.
Doch Oktopusse wurden dabei beobachtet, wie sie:
Kokosnussschalen transportieren
diese zusammensetzen
und später als Schutz oder Versteck nutzen
Das gilt als eines der klarsten Beispiele für Werkzeuggebrauch bei wirbellosen Tieren.
3. Oktopusse brechen aus Aquarien aus
Das klingt wie eine erfundene Internetgeschichte – passiert aber tatsächlich.
Der berühmte Oktopus „Inky“ entkam 2016 aus einem Aquarium in Neuseeland:
durch eine kleine Öffnung
über den Boden
und schließlich durch ein Abflussrohr zurück ins Meer
Oktopusse besitzen keine Knochen. Wenn ihr Schnabel durch eine Öffnung passt, folgt meist der restliche Körper.
4. Sie können Menschen erkennen
Oktopusse reagieren nicht auf alle Menschen gleich.
In Aquarien und Studien wurde beobachtet, dass sie:
bestimmte Pfleger bevorzugen
auf einzelne Personen unterschiedlich reagieren
und zwischen vertrauten und unbekannten Menschen unterscheiden können
Das deutet auf komplexe Wahrnehmung und Gedächtnisleistungen hin.
5. Oktopusse verändern sich im Schlaf
Forscher entdeckten bei Oktopussen REM-ähnliche Schlafphasen.
Währenddessen:
wechseln sie blitzschnell ihre Farben
verändern Muster auf der Haut
bewegen Augen und Arme
Wissenschaftler diskutieren deshalb, ob Oktopusse möglicherweise eine Form von Träumen erleben.
6. Sie passen durch unglaublich kleine Öffnungen
Oktopusse haben keine Knochen und keinen starren Körperbau.
Dadurch können sie:
durch enge Rohre gleiten
sich durch winzige Spalten pressen
und Öffnungen nutzen, die deutlich kleiner wirken als ihr Körper
Manche Arten passen durch Löcher mit wenigen Zentimetern Durchmesser.
7. Ihre Tarnung gehört zu den komplexesten im Tierreich
Oktopusse können:
Farbe ändern
Muster verändern
ihre Hautstruktur anpassen
… und das innerhalb von Sekunden.
Möglich wird das durch spezialisierte Hautzellen, sogenannte Chromatophoren.
Einige Arten imitieren:
Sand
Korallen
Felsen
oder sogar andere Tiere
8. Oktopusse „schmecken“ mit ihren Armen
Die Saugnäpfe eines Oktopus sind hochsensibel.
Mit ihnen können die Tiere:
Oberflächen ertasten
chemische Signale wahrnehmen
und ihre Umgebung „erschmecken“
Das bedeutet: Ein Oktopus untersucht Objekte gleichzeitig mit Tast- und Geschmackssinn
Außerdem befinden sich etwa zwei Drittel ihrer Nervenzellen in den Armen selbst.
Warum uns das fasziniert
Viele dieser Fähigkeiten kennen wir sonst vor allem von:
Säugetieren
Vögeln
oder anderen hochentwickelten Wirbeltieren
Oktopusse haben ihre Intelligenz jedoch völlig unabhängig entwickelt.
Sie zeigen:
Problemlösung
Lernfähigkeit
Anpassung
Neugier
und komplexes Verhalten
… obwohl ihr Nervensystem völlig anders aufgebaut ist als unseres.
Fazit
Oktopusse:
öffnen Schraubgläser
benutzen Werkzeuge
erkennen Menschen
entkommen aus Aquarien
tarnen sich in Sekunden
und zeigen möglicherweise traumähnliche Schlafphasen
Je mehr wir über sie lernen, desto deutlicher wird: Diese Tiere sind weit komplexer, als viele Menschen vermuten.
Und genau deshalb wird die Frage immer wichtiger, wie wir mit ihnen umgehen.